Namen der Straßen und Wege in der Stadt Hörstel

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STRASSEN- 
BEZEICHNUNG

ORTS-
TEIL

RATSBE-
SCHLUSS

URSPRUNG / BEDEUTUNG / 
BESCHREIBUNG

  IbbenbürenerStraße  

Hörstel

01.03.1969

Straße von der Katholischen Kirche nach Ibbenbüren, früher B 65 heute L 501.

  Im Hagen  

Bevergern

 01.07.1966

Der ‚Hagen’ ist der letzte noch erhaltene Rest der alten Umwallung im nördlichen Bereich. Im Urkataster von 1827/28 tauchen die Bezeichnungen Hinterm Haagen und Im Haagen auf. Der Name ‚Hagen’ bezeichnete im ausgehenden Mittelalter einen niedrigen Erdwall mit Pfählen, oft durch Weidengeflecht verbunden, um ein Gehöft vor Eindringlingen zu schützen und das Fortlaufen des Viehs zu verhindern. Manchmal trat an Stelle der Pfähle lebendes Buschwerk, der Hagedorn mit der Hagerose und den Hagebutten. Hier in seinem Hagen saß der Bauer geschützt und sicher, es war ihm behaglich. Er hegte seinen Besitz und wer ihm ins Gehege kam, dem konnte leicht unbehaglich werden. Um 1600 heißt es: „der Hagen war mit Föhren bewachsen und praktisch ungenutzt, der Boden war dort dürr und sehr sandig“. Zwischen 1605 und 1647 wurde das Land vor dem Hagen aufgeteilt und verpachtet (1648: 20 Personen zahlen je eine Mark Pacht; 1697: 21 Gartenstücke bringen 30 Mark und 12 Stüber Pacht). Der Hagen wurde nach 1652 durch Fürstbischof von Galen als Wall-Graben-Zone mit dem Mersch- und Mörchengraben angelegt. Er zog sich halbkreisförmig vom Rheiner Tor (heutige Droste-Twickel-Straße) bis zum Riesenbecker Tor (heutige von-Galen-Straße) hin.

  Im Haxfeld  

Hörstel

24.11.1980

Alte Flurbezeichnung in Ostenwalde im Bereich des Flugplatzes. 
Hardt´s Feld

  Im Hoek  

Riesenbeck

 

Hoek oder Hook ist die plattdeutsche Bezeichnung für Ecke, (hinterer) Winkel. An dieser Straße liegen die Hoeker Bauern von Birgte.

  Im Hörsteler Feld  

 

 

  Im Lerchengrund  

Riesenbeck

 19.12.1966

Der Lerchengrund zweigt von der Straße Im Vogelsang ab. Einen nachweislich historischen Hintergrund hat dieser Straßenname nicht, auch ist der Lerchengrund nicht in alten Katasterkarten aufgeführt. Wahrscheinlich wurde der Name zum Vogelsang passend vergeben.

  Im Südwände  

Dreierwalde

 

Der Name hat sich von Spelle aus gebildet und liegt südlich von Spelle.

  Im Vogelsang  

Riesenbeck

19.12.1966

Der Name geht auf eine alte Flurbezeichnung zurück. Die erste bekannte Nennung erfolgte in der Akte Stam Hofkammer VII Nr. 51 von 1584, z.B.: "Im Vogelsang bei Colditz Lande". Er findet auch Erwähnung in den Aufzeichnungen von Rosa Verlage. Im Vogelsang 75 befinden sich heute sowohl die Begegnungsstätte Lammers Hof mit dem Backhaus als auch das Landmaschinen-Museum des Riesenbecker Heimatvereins.

  Im Wiesengrund  

Riesenbeck

19.12.1966

Der Name bezieht sich auf einen alten Wiesengrund. Auf der Karte von 1828 sind hier als Flurbezeichnungen folgende Wiesen eingezeichnet: Diekwiese, Moorwiese, Wiese der Pastorat, Wiese vor dem Hof von Schulte Lage. Der Wiesengrund liegt im Bereich zwischen der Surenburger Straße und der Emsdettener Straße. Zwischen 1960 und 1966 hieß die Straße Pastors Kamp, da der Pfarrer von Riesenbeck hier einen eigenen Acker zur Bewirtschaftung bzw. eine Wiese hatte.

  Imhofstraße  

Dreierwalde

 

Der  Name ist eine Flurbezeichnung, die möglicherweise auf Imhof, den plattdeutschen Begriff für Bienenhof darstellt.

  In der Friete  

Bevergern

 

Flurbezeichnung; im Urkataster von 1827/28 verzeichnet. Mittelhochdeutsch ‚vriheit’; althochdeutsch ‚friheit’ „freier Sinn, verliehenes Vorrecht“; mittelhochdeutsch auch „privilegierter Bezirk, gefreiter Ort“, woraus neuhochdeutsch Schloss-, Domfreiheit in der Bedeutung „offener Platz vor einem Gebäude“ wurde. - 1453 wird in einer Urkunde des Klosters Gravenhorst vom Verkauf einer Wiese auf dem „Cleye in der Freiheit zu Bevergern“ berichtet. - Die ‚Freiheit’ umfasst das gesamte Gebiet bis zu den Grenzen, die durch die vier Steine (Kleimühle, Huckberg, Galgenkamp, Lange Stiege) gekennzeichnet werden. Abgeleitet aus diesem räumlichen Begriff tritt dann die ‚Freiheit’ als Rechtsbegriff auf. Sie entspricht dem Wigboldsrecht, das an das Wigbold geknüpft ist. So verleihen die Grafen mit der Stadtrechtsurkunde von 1366 „desse stede olde vryheit ... dat desse vriheit sal staen mit understede also hir na ghescreven is“.

  In der Landwehr  

Bevergern

01.07.1966

Früher größeres Flurgebiet im Westen der Stadt, sowohl östlich und westlich der Torfmoorstiege (Torfmoorstraße), als auch südlich der Rheiner bzw. Rodder Straße. 1479/1481: Verkauf eines Kampes, gelegen vor der ‚Roder lant worde’ (Urkunden des Klosters Gravenhorst). Im Urkataster von 1827/28 gibt es einen Landwehrweg, der östlich des 1817 angelegten Friedhofes nördlich von der Rheiner Straße abzweigt. Die heutige Straße bezeichnet den alten Landweg nach Rodde und Rheine. - Die Landwehr bestand in der Regel aus einem Wall mit Gräben zu beiden Seiten (siehe Im Hagen); sie waren meist mit Hecken oder Dornensträuchern bewachsen. - Der Kirchweg der Rodder Bauern führte an der Hinrichtungsstätte des Amtes Rheine-Bevergern - dem Galgenkamp - vorbei. - Am Hof Wewel steht der älteste, erhaltene Bildstock des Kreises Steinfurt, gegen 1670 entstanden. Das voll plastische Vesperbild ist eine freie Wiederholung des Telgter Gnadenbildes im Stil der Spätrenaissance von Bernd Meyering. - Kurz vor dem Galgenkamp befindet sich ein Kreuzstein. Ob es sich um einen der vier Grenzsteine von 1366 oder um ein Sühnekreuz handelt, ist noch nicht abschließend geklärt. - Im Rahmen der Markenteilung wurde 1831 auch das Torfmoor eingefriedet. Über 1.500 Meter entstand entlang der Rodder Mark ein sog. Scheidewall, der das Übersteigen von Mensch und Vieh verhindern sollte. Der Wall hatte eine Breite von drei Meter und war von einem äußeren Graben (1,50 m breit) und einem inneren Graben (1,0 m breit) umgeben. Reste des Walles sind heute noch vorhanden.

  In der Trogbahn  

Dreierwalde

 

Wegen der nassen Wiesen mussten die Bauern das geschnittene Gras mit Trögen auf höher gelegene Stellen zum Trocknen hinaufziehen. An diesen Bereich erinnert der Straßenname.

  In der Welle  

Bevergern

01.07.1966

In der Karte von 1719 findet ‚Die Welle’ Erwähnung als hochfürstlichen Grund; hierin befinden sich vier Gärten. 1709 heißt es: „die zum Teil sehr steinige Welle“. ‚Welle’ ist eine alte Bezeichnung für Quelle. Das Wasser in den Brunnen der Stadt war oft sehr moorhaltig. Vom Fuße des Huckberges wurde frisches Quellwasser durch Wasserleitungen in die Burg und Stadt geleitet. Die Leitungsrohre waren ausgehöhlte Baumstämme. Bei Ausschachtungsarbeiten wurde 1985 an der von-Galen-Straße / Merschgarten ein 1,20 m langes Teilstück einer solchen hölzernen Wasserleitung freigelegt. Der Fund kann im Heimathaus besichtigt werden.

  Industriestraße  

Hörstel

24.11.1980

Der Begriff Industrie stammt etymologisch vom lateinischen industria = Betriebsamkeit, Fleiß. Die Industrie ist der größte Wirtschaftszweig in Deutschland. Hier erfolgt die gewerbliche Verarbeitung von Stoffen, deren ursprüngliche Form zur Bedarfsdeckung ungeeignet ist, zu Produktions- oder Konsumgütern. Neben Handwerk, Handel, Dienstleistung und Landwirtschaft die wichtigste Beschäftigungsform und ein bedeutender Wirtschaftssektor in modernen Zivilisationen, eine Bezeichnung für eine differenzierte Produktionsform  mit einem hohen Grad an Mechanisierung und Automatisierung im Gegensatz zur handwerklichen Produktion.