Namen der Straßen und Wege in der Stadt Hörstel

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STRASSEN- 
BEZEICHNUNG

ORTS-
TEIL

RATSBE-
SCHLUSS

URSPRUNG / BEDEUTUNG / 
BESCHREIBUNG

 

  Kahlenborgstraße  

Dreierwalde

 

Verbindungsweg zur alten Bauerschaft Kahlenborg, einer früher unbewachsenen, kahlen Gegend.

  Kaisereistraße  

Riesenbeck

 19.12.1966

Hinter der Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal schließt sich die Kaisereistraße, für die es auch den Vorschlag Kaisereiweg gab, nördlich an die Kapellenstraße an und führt hinter der Brumleystraße in westlicher Richtung bis auf den Postdamm. Sie führt durch die sogenannte Kaiserei, einem der wenigen ausgeprägten Quertäler des westlichen Teutoburger Waldes. Die Namensdeutung ist nicht eindeutig gelungen. Die naheliegendste Erklärung scheint wegen der vielen Teiche in diesem Tal jedoch der Bezug zu Gänsen zu sein, auf Plattdeutsch "Gaise". Man kann annehmen, dass sich dort früher viele Gänse aufgehalten haben.

 

  Kaiserkamp  

Dreierwalde

 

Für diese Straße gibt es zwei Deutungen.
1. Deutung: hier sollten angeblich Napoleons Reiter mit ihren Pferden gelagert haben.
2. Deutung: zur Bestreitung der Kriegssteuern wurden hier Parzellen aus dem Gemeindegrund verkauft. Die einzelnen Parzellen waren sehr schmal.

 

  Kaiserweg  

Hörstel

01.03.1969

Nach dem Anlieger Kaiser, heute Ungruh, benannter Weg.

 

  Kajüterweg  

Hörstel

 

Nach dem Hof Kajüter, Hagenortstraße Nr. 19, benannter Weg.

 

  Kaldeweyweg  

Dreierwalde

 

Weg von der Uthuiser Straße bis zum Hof Hemersch (früher Kaldeway). Der Name ist abgeleitet von der alten Flugbezeichnung „Up de kolde Wayhe“. Kurz vor dem Hof Hemscher steht ein Bildstock mit der Abbildung der Heiligen Familie.

 

  Kalixtusstraße  

Riesenbeck

 19.12.1966

Straße um die St. Kalixtus-Kirche, die 1905 noch Kirchplatz hieß, zwischen 1947 und 1954 die amtliche Bezeichnung Am Kirchplatz erhielt. Später wurde vorgeschlagen, wieder den alten Namen Kirchplatz zu verwenden.
Sankt Kalixtus ist der Schutzpatron der Riesenbeck Pfarrkirche, sein Patronatsfest wird am 14. Oktober gefeiert. Geboren wurde er im 2. Jahrhundert in Rom und ist dort im Jahr 222 gestorben.
Kalixtus diente als Sklave bei einem Christen und wurde später Diakon unter Papst Zephyrinus. Dieser beauftragte ihn mit der Verwaltung der christlichen Grabstätten an der Via Appia, den heutigen Kalixtus-Katakomben.
Als Zephyrinus 217 starb, wurde Kalixtus zum neuen Papst gewählt. Jedoch waren nicht alle Kleriker mit der Wahl des ehemaligen Sklaven einverstanden. Zum ersten Mal in der Kirchengeschichte wurde mit Hippolyt ein Gegenpapst ausgerufen. Dieser bekämpfte Kalixtus mit allen Mitteln. So unterstellte er ihm unter anderem ein unzüchtiges Vorleben. Kalixtus jedoch blieb von diesen Anschuldigungen ungerührt. Er führte die Kirchenmalerei ein, milderte die Bußpraxis ab und erlaubte es hochgestellten Frauen, die Ehe mit Sklaven einzugehen.
Im Jahr 222 starb der Papst. Ob eines natürlichen Todes oder als Märtyrer, ist nicht anhand von gesicherten Fakten zu belegen. Einer späteren Legende nach soll man Kalixtus mit einem Stein um den Hals aus einem Kerkerfenster in einen Brunnen gestürzt haben.
Namensbedeutung: "Kalixtus" ist griechisch und bedeutet "der Schönste".
Darstellung: In päpstlichen Gewändern mit Tiara, Pallium, Palme, mit Mühlstein am Hals, an einem Brunnen. 

Entnommen aus www.kirchensite.de

Auf dem Kirchplatz befindet sich der denkmalgeschützte Reinhildisbrunnen in Erinnerung an die Reinhildislegende. Als weiteres Denkmal steht zwischen dem Rathaus und der Kirche die erste Station des historischen Stationsweges, von dem aus traditionell die Karfreitagsprozession beginnt.
Drei denkmalgeschützte Häuser, einschließlich einer Gaststätte, liegen am Beginn der Kalixtusstraße und geben ihr einen besonderen Charme.

 

  Kampstraße  

Dreierwalde

 

Kamp = campus (lat. Feld) eingezäunte Wiese. Ein Kamp war früher immer im Eigenbesitz, ein Esch gehörte mehreren Eigentümern.

  Kanalstraße  

Bevergern / Riesenbeck

 

01.07.1966

Lateinisch canalis "Wasserröhre", künstliches Gerinne für Schifffahrt, Be- und Entwässerung, Triebwasser von Kraftwerken u. a. Die Straße verläuft parallel zum Dortmund-Ems-Kanal von der Bevergerner Schleuse bis zur Bergeshöveder Brücke. Zwischen 1966 und 1967 hatte der Weg auf Riesenbecker Gebiet den Namen Hafenstraße.
1886 wurde das Gesetz über den Bau des Kanals von der Preußischen Staatsregierung beschlossen und verkündet. Mit dem Bau wurde 1892 begonnen; die Eröffnung fand 1899 statt. Zu Zeiten der Schleppschifffahrt hieß es früher: "Halb Bevergern ist am Kanal beschäftigt, und die andere Hälfte lebt davon." Von Dortmund bis Emden hat der Kanal eine Länge von insgesamt 270 km, davon sind 228 km künstlich, der Rest entfällt auf die kanalisierte Ems. Der Höhenunterschied von 70 m wird durch ein Hebewerk und 15 Schleusen ausgeglichen. Auf Bevergerner Gebiet hat der Kanal eine Länge von 2,7 km. Mit allen Betriebsgebäuden nimmt er eine Fläche von 7% der Gemarkung Bevergern ein.

 

  Kantstraße  

Dreierwalde

 

Als viertes von elf Kindern eines pietistischen Sattlers wurde Immanuel Kant am 22.04.1724 in Königsberg geboren. Kants äußerlich ereignisarmes Leben war "die Geschichte eines Kopfes" (Friedrich Nietzsche): Als Asket verzehrte der Königsberger Philosoph seine Kräfte in der Arbeit an seinem Werk.
In der "Kritik der reinen Vernunft" (1781) untersuchte Kant, was menschliches Erkennen ist. Von einem in seinem eigentlichen Sein nicht erkennbaren Bücher von Dieter Wunderlich "Ding an sich" strömt etwas Undefinierbares aus. Einen Teil davon können wir wahrnehmen – allerdings nur in vorgegebenen Anschauungs- und Denkformen. Kant ging also davon aus, dass alles Erkennen aus zwei Quellen gespeist wird: die Inhalte werden sukzessiv von außen gewonnen, die Formen aber, in denen diese Erfahrungen bewusst werden, stammen aus dem überindividuellen menschlichen Geist. Raum und Zeit nannte Kant als Beispiele solcher Formen.
Mit der Ethik befasste er sich in der "Kritik der praktischen Vernunft" (1788). Kant war überzeugt, dass der Mensch einerseits durch die Vernunft weiß, was er soll, aber die Freiheit hat, es zu tun oder nicht. Das Prinzip der Sittlichkeit fasste er im kategorischen Imperativ zusammen: "Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde."

Immanuel Kant gilt als der bedeutendste deutsche Philosoph. Sein Denken brachte die Aufklärung zum Abschluss und überwand sie zugleich. Er begründete den deutschen Idealismus, und seine Philosophie bildete den Ausgangspunkt für viele der neueren philosophischen Richtungen.
Immanuel Kant starb am 12.02.1804 in Königsberg. Erstellt unter Verwendung der Seite www.dieterwunderlich.de

 

  Kapellenkamp  

Hörstel

01.03.1969

Alter Kirchengrund

  Kapellenstraße  

Riesenbeck

19.12.1966

Verbindungsstraße über den Dortmund-Ems-Kanal zwischen der Tecklenburger Straße und der Alte(n) Birgter Straße, an der früher die Birgter Kapelle stand. Somit erinnert die Bezeichnung an die damalige Kapelle, Im nördlichen Verlauf schließt sich die Kaisereistraße an. Ein anderer Vorschlag zur Bezeichnung des Weges und der Kaisereistraße lautete Kaisereiweg.

  Karl-Braun-Straße  

Hörstel

04.11.1996

Karl Ferdinand Braun, geboren am 6. Juni 1850 in Fulda, war ein deutscher Physiker und Nobelpreisträger, der im besonderen Maße daran mitwirkte, die von Heinrich Hertz 1888 experimentell nachgewiesene elektromagnetische Strahlung nachrichtentechnisch nutzbar zu machen.
Braun galt unter seinen Studenten als Meister des verständlichen Vortrags und des auch für Laien spektakulären Experiments, ein Stil, der sich in seinem locker, teilweise humorig verfassten Lehrbuch „Der junge Mathematiker und Naturforscher“ fortsetzte, welches ab 1875 in zahlreichen Auflagen erschien. Zudem verfasste er zahlreiche Beiträge für die Satirezeitschrift „Fliegende Blätter“.
Braunsche Röhre
Die noch heute anhaltende Bekanntheit verdankt Braun seiner Kathodenstrahlröhre, die nach ihm auch oft Braunsche Röhre genannt wird. Diese Röhre konnte nicht nur für Oszilloskope verwendet werden, sondern nach 1930 auch als grundlegendes Bauteil von Fernsehgeräten, sowie für drahtloses Funken.
Braun gehörte zu den Mitbegründern der Funkentelegrafie GmbH in Köln (1898) und der Gesellschaft für drahtlose Telegrafie Telefunken in Berlin (1903). Letztere führte ihn 64jährig und mit angeschlagener Gesundheit nach New York: Die Großfunkstelle Sagville, das Pendant zu Nauen, sollte aufgrund von Patentstreitigkeiten ihren Betrieb einstellen. Der Prozess zog sich hin, woraufhin Braun vom Kriegseintritt der USA überrascht wurde und deswegen nicht mehr zurückreisen durfte. Er lebte als Kriegsinternierter weitgehend ungestört in Brooklyn, bis er am 20.April 1918 an den Folgen eines Unfalls starb.

Karl-Schwartz-Straße

Hörstel

04.12.1974

Karl Schwartz hieß der letzte Besitzer der Glashütte, Herr Schwartz Muss ein reicher Mann gewesen sein, der dieses dann und wann auch zeigte. Gegenüber dem Herthasee an dem Stollenweg ließ er in dem kiefernbewachsenen Waldgrundstück einen kleinen Waldsee anlegen, lud dort bei schönem Wetter entsprechende Gäste ein und genoss dann die schöne Seite des Lebens. Er umgab sich gern mit schönen Frauen. Der See wurde umgangssprachlich „Pappa-Schwartz-sein-Loch“ genannt. Die Bezeichnung ist heute noch bekannt.

 

  Kiefernstraße  

Hörstel

30.11.1983

Kiefer, Nadelholzbaum

 

  Kirchstraße  

Bevergern

01.07.1966

Lagebezeichnung; zur kath. Stadtpfarrkirche St. Mariä Heimsuchung hin. Zwischen 1423 und 1440 wurde Bevergern von der Pfarre Riesenbeck getrennt. Die Kirche wurde von 1483 - 1499 im spätgotischen Stil erbaut. Der untere Teil des Kirchturms stammt aus romanischer Zeit und dürfte - wie damals üblich - zunächst als Wehr- und Fluchtturm gedient haben. 1686 - 1699 wurden die oberen Kirchturmgeschosse mit den Werksteinen der 1680 geschleiften Burg erneuert. Der geschweifte Turmhelm wurde 1757 aufgesetzt. Die Kapellenanbauten stammen von 1759 und 1767. Das südliche Seitenschiff wurde 1937/38 angebaut. Die Bedeutung der Kirche liegt weniger in ihrer baulichen Substanz, als vielmehr in ihrer ungewöhnlich reichen Ausstattung. Sie erklärt sich u. a. aus der freigiebigen Stiftertätigkeit der in der Burg wohnenden bischöflichen Beamten und Soldaten. Die bedeutendsten Kunstwerke sind: Doppelfigur "Mutter Anna und Maria im Rosenkranz", 1. Viertel 16. Jahrhundert des "Meisters von Osnabrück"; Goldene Sitzmadonna, Mitte 14. Jahrhundert; Pietà aus Stein, um 1440; Hochaltar von 1655, Geschenk des Fürstbischofs Christoph Bernhard von Galen; Reisealtar des Bischofs, 1. Viertel 16. Jahrhundert; Barockkanzel von 1727.

 

  Klafeldweg  

Dreierwalde

 

Der Name stammt von dem plattdeutschen Begriff „Klowersche Wieske“ = Kleewiese bzw. Kleefeld.

 

  Kleestraße  

Hörstel

01.05.1981

Klee (Trifolium) ist eine Gattung aus der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) der Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Der botanische Gattungsname leitet sich von der Dreizahl der Blätter ab (lat. tres = drei, folium = Blatt). Alle Kleearten haben Wurzelknöllchen, die Stickstoff bindende Bakterien enthalten, was den düngenden Effekt  von Kleeanbau ausmacht. Die Laubblätter der Klee-Arten setzen sich üblicherweise aus drei Blättchen zusammen. Ein vierblättriges Kleeblatt gilt als Glückssymbol. Die Chance, ein solches zu finden, beträgt ungefähr 1%. Noch viel seltener sind Kleeblätter mit mehr bzw. weniger Blättchen. Der Schweizer Kleeblatt-Sammler Ramon Mayer besaß 1027 Kleeblätter, worunter ein einblättriges, fünf zweiblättrige, 869 vierblättrige, 147 fünfblättrige, vier sechsblättrige und ein siebenblättriges waren. 1975 fand ein Amerikaner ein zehnblättriges Kleeblatt. Zwei Amerikaner fanden einst ein vierzehnblättriges Kleeblatt, was Rekord ist. Dies wurde weltweit nur zweimal beobachtet.
Das Kleeblatt ist das Symbol der WAGGGS (Weltpfadfinderinnenorganisation).

 

  Kleikamp  

Bevergern

 

Nördlich der Riesenbecker Straße gelegen; Erläuterungen sieh "Auf dem Klei".
Klei, Klai = plattdeutsch "Lehm"

 

  Kleinbahn  

Hörstel

01.05.1981

Verbindung zwischen Ostenwalder Straße L 833 und parallel zur Tecklenburger Nordbahn (Kleinbahn). Die Bahnlinie ist 1905 vollständig zwischen Rheine und Osnabrück eröffnet worden. De heutiger Betreiber ist die RVM.

  Kleiner Send  

Bevergern

01.07.1966

1719 als "Bevergernsche Gemeinheit" bezeichnet; auch "Allmende" genannt; südlich der Bevergerner Aa und westlich des Sendwalles gelegen. Die Gemeinheit bezeichnet sowohl die Gesamtheit der Bürger, als auch den ihnen gemeinsam gehörigen Grund und Boden;  besonders Viehweide, auch Waldgebiete, Fischgewässer und das Recht der gemeinschaftlichen Nutzung von Ländereien.
(siehe auch Großer Send)

 

  Kleiwiese  

Bevergern

 

Lage im Neubaugebiet Sanderskamp, welches größtenteils in der 90er Jahren des letzten Jahrhunderts entstand. Erläuterungen siehe Auf dem Klei.

 

  Klippstraße  

Riesenbeck

 

Klipp, Klip = plattdeutsch "Kalkstein"; die frühere Bezeichnung der Straße lautete ab dem 1. Januar 1968 An der Klippkuhle und geht auf eine Abbaustelle für Kalkstein zurück. Hierzu gibt es ein Schriftstück vom 07. April 1727 mit folgendem Wortlaut:
"Zeller Lubbersman sive Averberg (heute Kauling) baut (hat?) einen Kalkofen zwischen Riesenbeck und Gravenhorst. Dazu hat er einen Garten von einem freien Mann Herman Horstschräer genant, gekauft um Kalksteine abzubauen.
Den Boden auf dem der Kalkofen steht hat er 1713 von der Gemeinheit gekauft. Rheine erhebt Einspruch weil sonst der Kalkofen in Rheine abgebrochen werden müsste, angeblich Absatzmangel."
Im Zuge von Umbenennungen einiger Straßen, die aufgrund der Namensgleichheit in mehreren Ortsteilen der neuen Stadt Hörstel erfolgten, bekam die Straße auf Anliegerwunsch ihren heutigen Namen.

 

  Klosterstraße  

Hörstel

01.03.1969

Kloster Gravenhorst:  1256 als Zisterzienserinnenkloster gegründet, 1803 säkularisiert, seit 2004 Kunsthaus Kloster Gravenhorst.

 

  Knobbenkamp  

Hörstel

01.03.1969

Alte Flurbezeichnung: Anhöhe, hier Sandhügel.

 

  Knüwenstraße  

Dreierwalde

 

Verbindungsweg zur alten Bauerschaft Knüwen.

 

  Kohlerieweg  

Hörstel

01.03.1969

„De Kohlerie“ ist eine bekannte Bezeichnung für die Gegend. Eine Familie Kohl war lange Pächter des dortigen „Feldmanns Kotten“. Hinweise auf Köhlereien sind nicht bekannt. Der enorme Bedarf an Holzkohle während der ersten Betriebsjahre der 1806 gegründeten Gravenhorster Eisenhütte könnte ggf. auch hier hergekommen sein.

 

  Kolpingstraße  

Hörstel

01.03.1969

Adolph Kolping ist am 8. Dezember 1813 in Kerpen bei Köln geboren. Er war ein deutscher katholischer Priester und Begründer des Kolpingwerkes. Kolping wuchs als Sohn eines Schäfers auf. Er kam mit 18 Jahren als Schustergeselle nach Köln. Weil er über die schlechten Lebensbedingungen der meisten Menschen dort stark entsetzt war, beschloss er, Priester zu werden. Mit 23 Jahren noch besuchte er ein Gymnasium und studierte danach in München, Bonn und Köln Theologie. Zunächst wurde er in Elberfeld, heute ein Stadtteil von Wuppertal, als Kaplan und Religionslehrer eingesetzt. 1847 wurde er zweiter Präses des 1846 von Johann Gregor Breuer gegründeten katholischen Gesellenvereins, der jungen Gesellen einen religiösen Halt und soziale Unterstützung gab. 1849 kehrt er als Domvikar zurück nach Köln und gründet den Kölner Gesellenverein. Er schloss 1850 die bis dahin bestehenden Gesellenvereine zum Rheinischen Gesellenbund zusammen. Dieser Zusammenschluss war die Keimzelle des heutigen internationalen Kolpingwerkes. Bis zu seinen Tod sorgte er für die Ausbreitung der Gesellenvereine und den Aufbau des Verbandes. In seinem Todesjahr 1865 gab es weltweit bereits über 400 Gesellenvereine. 1854 gründete Kolping mit den "Rheinischen Volksblättern" eine Wochenzeitung, die schnell zu einem der erfolgreichsten katholischen Presseorgane seiner Zeit wurde. 1862 wurde er Rektor der Kölner Minoritenkirche. Am 4. Dezember 1865 starb Kolping. Er wurde in der Kölner Minoritenkirche beigesetzt. Am 27. Oktober 1991 wurde er von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.
Heute organisiert das von ihm gegründete Kolpingwerk in Deutschland mehr als 275.000 Mitglieder in 2.730 örtlichen Kolpingsfamilien. Damit ist er der größte Sozialverband Deutschlands. Das Internationale Kolpingwerk mit Sitz in Köln hat weltweit etwa 550.000 Mitglieder und ist in 6.000 Kolpingsfamilien organisiert. Die Mitglieder des Kolpingwerks bis 29 Jahre sind in der Kolpingjugend zusammengefasst, die Mitgliedsverband des BDKJ ist.

 

  Kolumbusstraße  

Bevergern

01.07.1966

Kolumbus, spanischer Seefahrer italienischer Herkunft; * 1451 in Genua, + 1506 in Valladolid.  Er entdeckte 1492 Amerika, obwohl er davon ausging, den westlichen Weg nach Indien gefunden zu haben.

 

  Königsweg  

Hörstel

01.03.1969

Nach dem Hof des Ernst König benannt. Der Hof wurde später von Johannknecht aus Lippstadt erworben.

 

  Kopernikusstraße  

Hörstel

30.11.1983 

 

  Krankenhausstraße  

Hörstel

01.03.1969

Straße am Hörsteler Krankenhaus.

  Krasshof  

Bevergern

01.07.1966

Auch Krastenhof oder Kranzhof genannt; in der Altstadt südlich der Kirche gelegen. Die Herkunft des Namens ist noch nicht abschließend geklärt. Eine erste Tecklenburger Burganlage in Bevergern ist um 1300 wahrscheinlich. Vermutlich erhielten schon bald danach zwei alte Tecklenburger Ministerialenfamilien dort Besitzrechte: die von Bramhorne westlich der Burg im Bereich des späteren Krasshofes und die von Horne in bevorzugter Lage unmittelbar nordwestlich der Burg, dem Hornssen Gut; 1488 vom Kloster Gravenhorst erworben. Nach dem teilweisen Übergang der Grafschaft Tecklenburg an den Bischof von Münster im Jahre 1400, verschwinden die Burgmannengeschlechter langsam aus Bevergern. Die von Bramhorne sind bis 1432 nachweisbar. Nach dieser Zeit scheint eine Familie Krasten den Besitz übernommen und ihm den Namen Krasshof gegeben zu haben. Laut Urkunde von 1504 erhält Ludwig von Langen das Haus. Die von Langen saßen auch auf der Surenburg (erste urkundliche Erwähnung 1474). 1536 wird der Krasshof noch als Burglehen Bramhorne bezeichnet. Durch Erbgang gelangt 1612 die Familie von Münster in den Besitz der Surenburg. 1786 kommt die Surenburg durch Kauf an die Familie von Heereman und ebenso der Krasshof. Im Urkataster von 1828 werden die von Heereman als Besitzer der (kleinen) Parzelle 175 (westlich der Bramhorne) und ehemaliger Besitzer der Parzelle 192 (Krasshof/"Bramhorne") ausgewiesen.

 

  Kreimershoek  

Bevergern

01.07.1966

Zufahrtsstraße zum Saltenhof. Hoek, Hook Hock, Huk = plattdeutsch "Winkel, Ecke, entlegene Stelle".

 

  Kreuzbree  

Hörstel

25.09.1970

Gesprochen: Kreuzbe-e. Alter Flurname: Ackerstück, „so lang als breit“, von nur einem Hof bewirtschaftetes blockartiges Stück Land.

 

  Kreuzstraße  

Dreierwalde

 

Straße am „Knüwener Kreuz“.

  Kühler Grund  

Hörstel

11.10.1972

  Kurze Straße  

Hörstel

01.03.1969

Kurze Straße zwischen Rheiner Straße und Sandstraße.

  Küster-Heising-Straße  

Riesenbeck

06.11.2002

Josef Heising, am 02.05.1858 in Wiedenbrück geboren, am 20.11.1941 in Riesenbeck gestorben, trat als junger Mann den Dienst als Küster in St. Kalixtus an. Im Jahre 1889 übernahm er die Leitung des vor 1880 gegründeten Kirchenchores, dessen Dirigent er bis 1924 war.

In selbstloser, überaus gewissenhafter Pflichterfüllung war er über fünfzig Jahre bis 1933 im Dienst der Kirchengemeinde tätig. Sein Auftreten und Wirken in der Gemeinde ließen ihn schon zu Lebzeiten zu einem Original im besten Sinne des Wortes werden.