Namen der Straßen und Wege in der Stadt Hörstel

Mit einem Doppelklick auf die Buchstaben gelangen Sie zu den Registern mit dem Anfangsbuchstaben der Straßen.

 A 

 B 

 C 

 D 

 E 

 F 

 G 

 H 

 I 

 J 

 K 

 L 

 M 

 N 

 O 

 P 

 Q 

 R 

 S 

 T 

 U 

 V 

 W 

  X 

  Y 

 Z 

  

STRASSEN- 
BEZEICHNUNG

ORTS-
TEIL

RASTE-
SCHLUSS

URSPRUNG / BEDEUTUNG / 
BESCHREIBUNG

 

  Papenhoek  

Bevergern

 01.07.1966

In der Altstadt gelegene Straße vom Marktplatz zur Bramhorne / Krasshof. Sie ist bezeichnet nach der Lage des Pastorates. Ursprünglich war der Zugang zu dieser Straße nur ein ganz schmaler Pfad, der an der Mauer des alten Begräbnisplatzes vorbeifahre. Mit dem Verschwinden des Kirchhofs 1817 wurde die Straße auf Kosten des Kirchplatzes bedeutend verbreitert. Anlässlich der Vermessung beim Kirchenerweiterungsbau 1937 stellte sich heraus, dass diese Straße zum Teil noch Eigentum der Kirche war. Am Ende steht das wuchtige, zweistöckige Pastorat, 1724 aus den Quadern der alten Burg Bevergern errichtet. Von hier aus führte früher ein winziges Gässchen zum Krasshof. Im Volksmund hatte es die Bezeichnung ‚Stillen-Fridags-Gäsken’, weil die Karfreitagsprozession ihren Weg mühsam durch diese schmale Gasse nahm. Das Dementer (‚Niendüör’) des Hauses Nr. 2 von 1608 ist der einzige Hausteil von Bevergern, der die verheerende Feuersbrunst von 1658 überstanden hat.

 

  Papenweg  

Dreierwalde

 

Herkunft unbekannt

 

  Parkstraße  

Riesenbeck

 

Zu den Vorschlägen für die Bezeichnung gab es auch den Namen Drosselweg, der aber nicht gewählt wurde. Statt dessen trug die Straße in der Zeit von 1967 bis 1979 den Namen Antoniusstraße, benannt nach dem Vornamen des vormaligen Grundstücksbesitzer Lütkemeyer. Nach der Neugliederung müsse der Straßenname jedoch aufgegeben werden, weil in Bevergern eine gleichnamige Bezeichnung vorhanden war. Die Gemeinde Riesenbeck schlug den Anwohnern der damaligen Antoniusstraße - damals noch Sackgasse - die Bezeichnung "Berliner Straße" vor, der von ihnen jedoch abgelehnt und statt dessen der Name "Park-Allee" vorgeschlagen wurde. Diese Anregung nahm der Stadtrat auf und entschied sich für die noch immer geltende Bezeichnung Parkstraße.

 

  Pastorenkamp  

Hörstel

01.03.1969

Siedlungsstraße auf ehemaligen Kirchengrund. Die katholische Kirche von St. Antonius stellte Bauwilligen ab 1955 Siedlungsgrundstücke von ca. 1000 m² Größe in Erbpacht für 99 Jahre zur Verfügung.

  Pfarrer-Bönneker-Straße  

Riesenbeck

06.11.2002

Johann Gerhard Bönneker war Pfarrer in Riesenbeck von 1725 bis 1761, der am 19.10.1697 in Rheine geboren wurde und am 26.06.1761 in Riesenbeck starb. Im Rahmen einer sehr gründlichen Restaurierung des Kirchbauwerks von St. Kalixtus ließ er das Grab von Sünte Rendel großzügig herrichten und mit einem eisernen Gitterwerk versehen. Außerdem ließ er die Reinhildis-Legende aufzeichnen. Pfarrer Bönneker ließ den kunsthistorisch wertvollen, in die Denkmalliste eingetragenen Stationsweg mit fünf Kapellen von der Kirche bis zur Höhe des Teutoburger Waldes errichteten, der noch heute von den Gläubigen als Weg der Karfreitagsprozession gegangen wird. In der Bauerschaft Birgte ließ er eine Kapelle bauen und die Kapelle in der damaligen Riesenbecker Bauerschaft Hörstel vergrößern. Auch vergab er das Recht, dort an Sonn- und Feiertagen eine Heilige Messe zu feiern. Darüber hinaus förderte er die Gründung der "St. Johanni-Schützenbruderschaft" als konfessionell gebundenem Schützenverein.

 

  Plaggenstiege  

Dreierwalde

 

 

  Plaggenstraße  

Bevergern

 

Straße im Siedlungsgebiet Surenkamp gelegen. Das Abstechen von Grassoden, Moor- und Heideschollen war für die alte Landwirtschaft in Westfalen von großer Bedeutung. Die ‚Plagge’ genannten Rasen- oder Heidestücke wurden als Stallstreu genutzt und danach, wenn sie sich mit Dung festgesogen hatten, getrocknet und zur Düngung des Dauerackerlandes verwendet. Plaggen dienten auch als Heizmaterial. Die Gras- und Heidesoden wurden in der ‚Gemeinheit’ gewonnen, was häufig zu Streitigkeiten darüber führte, wer wann wie viel von ihnen aus der Gemeinheit entnehmen durfte (hierüber schrieb Engelbert Eiter das Theaterstück ‚De Plaggenslacht’). Deshalb finden sich in den westfälischen Landrechten immer wieder Regelungen in Bezug auf die Nutzung des Plaggenstichs. Ein Streit wegen der ‚Plaggenmahd’ wird in einer Urkunde des Klosters Gravenhorst von 1663 behandelt. In einer weiteren Urkunde von 1530 wird vom Verkauf einer ‚Heidplacke’ berichtet.

 

  Poggenortstraße  

Hörstel

01.03.1969

Hörsteler Bauernschaft nach Poggemann benannt. Poggenlandwehr, Poggenburg, Pumsbuer. Das plattdeutsche Wort „Pogge“ heißt Frosch oder Kröte.

Dat Pöggesken
Pögsken sit in´n Sunnenschien.
O, wat is dat Pögsken fien
met de gröne Büks!
Pögsken denkt an niks.
Kümp de graute Gauseman,
hät so raude Stiëwel an,
mäk een graut Gesnater.
Hu, wat fiks
springt dat Pögsken met de Büks,
met de schöne gröne Büks,
met de Büks in´t Water.

von  Augustin Wibbelt

  Postdamm  

Riesenbeck

19.12.1966

Wahrscheinlich wurde der Weg nach 1803 von Postboten zwischen Ibbenbüren und Riesenbeck benutzt. Wie in dem Buch "600 Jahre Bevergern" belegt ist, richtete die preußische Postverwaltung zwischen 1823 und 1825 eine Briefsammlung in Riesenbeck ein, die durch eine (wohl auch zweimal in der Woche gehende) Botenpost mit Bevergern und Ibbenbüren verbunden und dem Riesenbecker Bürger Jessele übertragen wurde. Der Weg des Boten von Riesenbeck über den Teutoburgerwald, der Postdamm, ist unter anderem in einer Karte aus dem Jahr 1825 schematisch eingezeichnet.

Die heutige Kreisstraße K3 dient als Verbindungsstraße von der Münsterstraße über den Dortmund-Ems-Kanal (Lazerus-Brücke) und den Birgter Berg nach Püsselbüren.

 

  Postmeierweg  

Hörstel

01.03.1969

Nach dem Hof Postmeier, Postmeierweg Nr. 5  benannt. 

 

  Potthoffweg  

Hörstel

01.03.1969

Der erste Anwohner der Straße hieß Potthoff und gab dieser den Namen. Er war seit 1850 Eigentümer und erhielt um 1900 die Genehmigung Brot zu backen. Frühere Adresse: Dorf 105, Spätere Namen: Noje und Mersch.

  Prozessionsweg  

Riesenbeck

19.12.1966

Der Prozessionsweg ist der Weg der großen Prozession, der „Fronleichnams Prozession“, durch Lage. In der Kirchenrechnung von 1628 ist unter Ausgaben zu lesen „gegen de hilligen Dracht an Broit 2 Reichsdaler“. 

Er zweigt von der Münsterstraße in südlicher Richtung ab und führt in einem weiten Bogen wieder zurück auf diese. Etwa auf dem halben Weg befindet sich eine kleine Kapelle.

  Püsselbürener Straße  

Hörstel

01.03.1969

Straße nach Püsselbüren.